Das Buch und seine Entwicklung
Eine Sammlung von Blättern aus Papier oder ähnlichen Material zu einem gebundenen Ganzen ist ein Buch. Auch einzelne Textabschnitte oder Werke können als Buch bezeichnet werden, sofern sie eine abgeschlossene Einheit bilden. Das Wort Buch stammt von „Buche“ ab, dem Baum. Aus ihr wurden Buchenblöcke hergestellt, in denen die Buchstaben eingeritzt waren die für den Buchdruck notwendig wurden. Neben den klassischen Büchern aus Papier gibt es auch moderne Buchvarianten wie Hörbücher auf CD oder Kassette oder digitalisierte Bücher, sogenannte E-books, die über Internet vertrieben werden. Der 23. April ist laut UNESCO der Welttag des Buches.
Geschichte des Buches
Die Geschichte des Buches liegt 5000 Jahre zurück. Im alten Ägypten wurden erste Schriftfassungen auf Papyrusrollen verfasst. Diese Technik wurde von Griechen und Römern übernommen und formte sich im Laufe der Zeit zum Codex („Block“) zusammen, welcher aus mehreren Pergamentlagen bestand, die mittig gefaltet wurden. Pergament war eine bearbeitete Tierhaut und wurde zum Beschreiben verwendet, bevor im 14. Jahrhundert das Papier seinen Siegeszug antrat. Dieses ließ sich dank der 1390 in Nürnberg erfundenen Papiermühle einfach und billig herstellen. Es sollte bis ca. 1450 dauern, bis Johannes Gutenberg den Buchdruck erfand, und damit endgültig den Grundstein unserer heutigen Bücher legte. Waren die Bücher im Mittelalter noch kleine Kunstwerke und bildeten eine Mischung aus Texten und Bildern, entwickelten sich die neueren Bücher immer zu reinen Textstücken. Durch die rasante technische Entwicklung in Europa auch im Bereich des Buchdrucks wurden Bücher mehr und mehr zur Massenwaren. Bildung und damit Wissen wurde allgemeines Gut.
Des Buches neue Kleider
Grob lassen sich drei Buchgenres unterscheiden, die fiktionalen Bücher (Kinderbücher, Romane, Gedichte etc.), nicht-fiktionale Bücher (Lehrbücher, Fachbücher, Schubücher etc.) und Einzelexemplare Tagebücher, Manuskripte, Drehbücher etc.). Bücher sind Gebrauchsgegenstände. Ihre Funktion ist praktischer Art, daher sollte es möglichst strapazierfähig und robust in seinen Gestaltungsmaterialien ausgelegt sein. Der Hauptteil eines Buches besteht in der Regel aus möglichst reißfestem Papier, dass durch Leim und Gaze (ein halbdurchsichtiges, elastisches Gewebe) zusammengehalten wird. Für den Einband wird meist Pappe verwendet, die unterschiedlich gefärbt sein kann, je nach Geschmack des Herstellers. Einige Bücher haben darüber hinaus kleine eingearbeitet Seidenbänder, die als Lesezeichen verwendet werden können oder andere edle Bezugsstoffe für den Buchdeckel, wie Leder oder Satin, je nach Anspruch des Herstellers und Kundenwunsch. Inhaltlich werden Bücher je nach Klientel und Wunsch des Autors und des Herausgebers gestaltet. Trotz Zeiten des TV´s und Internets sind Bücher nach wie vor bei Jung und Alt beliebt.
